Anfang Oktober 2015 haben wir begonnen, neue Helfer zu suchen, die ehrenamtlich die Unterkünfte betreuen. Für die von der Gemeinde angemieteten Wohnungen fanden sich meist sehr schnell Menschen in direkter Nähe, die den neuen Nachbarn mit Rat und Tat oder einem offenen Ohr zur Seite stehen.

Mittlerweile stehen für die meisten der Unterkünfte die Haussprecher und Hausbetreuerteams fest. So entsteht mehr und mehr ein Netzwerk, das den Bewohnern als Ansprechpartner zur Verfügung steht, sei es für Fragen zum öPNV,  zu Behördenschreiben, zum Fortgang des Asylverfahrens oder aber auch zur Beschaffung von benötigten Alltagsgegenständen. Die Asylbewerber bauen Vertrauen zu den Hausbetreuern auf  und kommen so schneller in ihrer neuen Heimat an.

Die Haussprecher sind Mitglied im Housing Committee. Dieses hat sich u.a.  zum Ziel gesetzt, mit den Bewohnern und der Gemeinde eine menschenwürdige Wohn- und Lebenssituation zu schaffen und zu erhalten. Durch diverse Maßnahmen (z.B. Zimmerbelegung)  haben wir das im gelben Haus als Startobjekt weitestgehend erreicht.  Das führte zu deutlich mehr Ruhe und Harmonie innerhalb der Notunterkunft.

Für die anderen Unterkünfte sind solche Maßnahmen auch angedacht.
Allerdngs ist die Unterkunft in Schanze von den Zuweisungen überrollt worden, so dass  versucht wird, die Zimmerbelegung  nach und nach zum Positiven zu verändern.

Neben Weihnachtsfeiern werden aber auch andere Aktionen durch die Hausbetreuung angestoßen. Beatrix Möder ist die Haussprecherin für die Notunterkunft „Am Halfenberg“. Am vergangenen Sonntag haben die Bewohner mit ihr zusammen das Außengelände aufgeräumt. Der rund ums Haus befindliche Sperrmüll wurde zusammengetragen, so dass er in dieser Woche abgeholt werden kann.

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Durch die Einbeziehung der Bewohner erhöht sich zum einen die Nachhaltigkeit aber auch die Akzeptanz und das WIR-Gefühl in der Unterkunft.
Diese Beispiele unterstreichen die positiven Nebeneffekte der ehrenamtlichen Hausbetreuer und haben – wenn unsere Arbeit und das daraus entstehende Wissen akzeptiert wurde – letztendlich auch zu einer Entlastung der Gemeinde geführt.

 (Michael Weinmann, Sprecher Housing Committee)