Das Jubiläumsrennen des Radklassikers „Rund um Köln“ – und in diesem Jahr mit dabei – der Fluchtpunkt Kürten.
Auf der Jedermann-Strecke „Skoda Velodom 60“ vertreten durch Achim Theisen und an den Straßensperren des Gemeindegebietes durch Bewohner der Unterkunft Schanze.
Die Gemeinde suchte – das Hausbetreuer-Team fand - die noch fehlenden Streckenposten. Während Achim sich bereits das fünfte Mal abstrampelte, gab es für 12 junge Männer aus dem Irak, aus Syrien, Algerien eine Premiere.

Aufregend und ungewohnt war der Einsatz für sie schon. Am Samstagabend erhielten sie ein ausführliches Briefing und ihre Ausrüstung, bestehend aus Warnweste, Käppi und Trillerpfeife.

Am frühen Sonntagmorgen – Treffpunkt Blissenbach - Birgit Oberkötter nebst Familie brachte einen Teil der Helfer mit dem Auto zu weiter entfernten Einsatzorten. Die anderen waren ausgestattet mit Fahrrädern und fuhren zu ihren Straßen in Dürscheid-Mitte - Google Maps sei Dank.

An den Straßensperren in Dürscheid und hinter Biesfeld fragten immer wieder verzweifelte Autofahrer nach dem Weg. Aber auch die nach und nach eintreffenden Zuschauer kamen mit unseren Schützlingen immer wieder ins Gespräch. Dass solche Kontakte in ihrer neuen Heimat bisher viel zu selten stattgefunden haben, konnte man an ihrer Begeisterung merken, mit der sie über diese kurzen Dialoge im Nachhinein erzählten.

Rafi, Mohamed, Husin und alle anderen berichteten mit sehr zufriedenen Gesichtern von einem erlebnisreichen Einsatz. Ihre freundliche und offene Art hat zu positiven Reaktionen geführt und Hemmschwellen abgebaut.

Aufgeregt vor dem Start

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Zufrieden auf der Strecke

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Jubeln in Spitze - es ist geschafft (Quelle: WDR)

Achim war insgesamt auch zufrieden als er nach 68,25 Kilometern mit einer Zeit von 2:21:07 das Ziel erreichte.
Etwas Zeit liegen gelassen hat er bei einem 6-minütigen Gespräch mit einem Zuschauer.
Beide Beispiele zeigen zum einen, dass Kontakte und Gespräche wichtig sind, aber auch Zeit kosten können.
Zum anderen wird wieder mal klar - Sport verbindet.