Shakir weiß, wie man mit einem Hammer umgeht. Das konnte man sehen, als er fachgerecht beim Dorfschmied im Lindlarer Freilichtmuseum einen Nasenring schmiedete. Shakir ist gelernter Schmied aus Syrien und war einer von 18 Flüchtlingen und Ehrenamtlerinnen des Fluchtpunkt-Kürten, die am Samstag, den 28.05.2016 auf Einladung des Museums den Gartenmarkt „Jrön und Jedön“ besucht haben, der jedes Jahr im Museum stattfindet.

Dort konnten die Flüchtlinge alte handwerkliche Arbeitsweisen aus dem Bergischen erleben und mit Techniken vergleichen, die man in ihren Heimatländern zum Teil noch benutzt.


Die Gartengruppe in Lindlar Bilsteiner Gartengruppe Schmied Bilsteiner Gartengruppe Shakir
Mitglieder der Bilsteiner Gartengruppe
im Lindlarer Museum
Der Museumsschmied zeigt der Gruppe einen Nagel,
den er gerade geschmiedet hat 
Shakir aus Syrien
schmiedet einen Nasenring 

Die Flüchtlinge sind Hobbygärtner, die sich jedes Wochenende für ein paar Stunden in Bilstein treffen, um einen alten Bauerngarten wieder nutzbar zu machen. In Gruppenarbeit wurde zuerst die Grasnarbe entfernt. Danach hat die Gruppe unter der Leitung von Johanna Pohlmann, die Erfahrungen im Anbau von Biogemüse hat, verschiedene Gemüsearten – gespendet vom Overather Klefhof – eingesät und gepflanzt. Die Ernte soll später unter allen Beteiligten aufgeteilt werden.

Nächster Schritt ist der Ausbau eines alten Stalls in Bilstein als Aufenthaltsraum. Dafür sucht der Verein Bilstein8 e.V. noch Leute mit handwerklichem Geschick. Wer Interesse hat, uns beim Ausräumen, Umbauen, Streichen, Mauern, usw. zu helfen, bitte beim Verein unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

Ganz herzlich möchten wir uns beim LVR und dem Freilichtmuseum Lindlar für die Freikarten bedanken. Die Gruppe hat den Besuch im Museum sehr genossen!


(Bericht und Fotos: Evelyn Mathias, Bilstein8 e.V., Kürten)